Woher bekomme ich einen Auszug aus dem Ltd.-Handelsregister?

Woher bekomme ich einen Handelsregisterauszug über eine englische Ltd.?
Diese Gesellschaften sind beim Handelsregister in England registriert, beim Companies House in Cardif. Dort kann man eine Vielzahl von Dokumenten über eine einzelne englische Limited abrufen, jedoch kostenpflichtig (Kreditkarte), versteht sich. Es gibt Unterschiede zum Handelsregister in Deutschland, da eine Ltd. viel häufiger Unerlagen einreichen muss, was schnell zu einer Vielzahl von hinterlegten und abrufbaren Dokumenten führt – wer sich in der großen Dokumentenmenge nicht auskennt, kann leicht auch zuviel und damit zu teuer bestellen. Neben einer guten Kenntnis der englischen Sprache ist auch Fachwissen nötig, z.B., dass ein Annual Report einer Jahresbilanz gleichkommt, ein Director der Geschäftsführer, ein Shareholder ein Gesellschafter ist usw. Es ist daher günstig mit dem Abruf von Dokumenten jemanden zu beauftragen, der sich damit auskennt bzw. Erfahrungen mit dem Aufbau des Handelsregisters in England hat. Sonst kann es teuer werden.
Tipp: Wenn die englische Ltd. ihren Geschäftsschwerpunkt in Deutschland hat, dann muss sie sich nicht nur im Handelsregister England eintragen, sondern auch im deutschen Handelsregister mit einer Zweigniederlassung. Wenn man es genauer wissen will, dann sollte man allerdings auch beim Handelsregister in England prüfen, denn es ist schon vorgekommmen, dass die Zweigniederlassung in Deutschland noch registriert war, die eigentliche englische Ltd. beim Handelsregister in England aber bereits gelöscht war. Das kann passieren, wenn eine englische Ltd. gegenüber dem Handelsregister England bestimmte Pflichten versäumt hat, gelöscht wurde und dies dem deutschen Handelsregister nicht mitgeteilt wurde und einfach weiter geschäftlich aktiv ist. Über die Gründe kann man spekulieren.
Inwieweit kann sich am Umgang mit den Ltd. im Zuge der Brexit-Verhandlungen etwas ändern? Während der Verhandlungen und eventuell für eine noch festzulegende Übergangsfrist müssen die Grundfreiheiten der EU-Verträge für Großbritannien gelten. Deswegen werden sich Gesellschaften britischer Rechtsform während in dieser Zeit weiterhin auf Art. 49 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union berufen können. Aus der dort garantierten Niederlassungsfreiheit folgt aber zugleich, dass selbst die Neugründung von Ltd. mit Verwaltungssitz in Deutschland prinzipiell weiter möglich ist und von den deutschen Gerichten bis dahin akzeptiert werden muss. Seit den Verhandlungsrunden im Dezember 2017gehen sowohl die EU wie auch die Briten davon aus, dass nach weitestgehender Klärung der drei vorgelagerten Grundfragen (Rechte der Bürger, Nordirland, Zahlungen) kurzfristig der Startschuss für die zweite Brexit-Verhandlungsphase erfolgt. In deren Mittelpunkt steht ein Freihandelsvertrag. Der Wille zu einem gemeinsamen Wirtschaftsraum scheint also auf beiden Seiten nicht nur pragmatisches Ziel zu sein, sondern auch  aktuelles Kernthema im Klärungsprozess zu werden. Damit erhöht sich die Chance, auch eine Fortschreibung bisher garantierter Niederlassungsfreiheit zeitnah zu vereinbaren. So könnten bewährte Verfahrensweisen im Umgang miteinander, wesentliche Wirtschafts- und ähnliche Auskünfte betreffend, erhalten bleiben.
Wir holen seit Jahren Auskünfte über englische Ltd. ein und wissen, welche Datensätze relevant sind und welche eher nicht und behalten auch mögliche Auswirkungen der Brexit-Verhandlungen im Auge.
In der Regel können wir relevante Dokumente innerhalb von wenigen Stunden übermitteln.

Auftragsformular:   Ltd.-Handelsregister

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